Kalibration über konventionelle Blutzuckermessung

Regelmäßige Blutzuckermessung

Die regelmäßige Blutzuckermessung wird auch durch ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM-System) nicht überflüssig – sie ist sogar unbedingt erforderlich. Jedes CGM-System benötigt von Zeit zu Zeit diese Werte als Voraussetzung für die Anzeige der korrekten Werte.

Für die Kalibration wird der Blutzucker zunächst konventionell mit einem Messgerät gemessen. Der Wert wird dem Empfangsgerät des CGM-Systems mitgeteilt. Das System benötigt den Blutzuckerwert als Basis für die Umrechnung des elektrischen Signals in einen Glukosewert. Kalibriert werden muss nach jedem Wechsel des Sensors. Nachkalibriert werden muss in die Folgezeit – je nach CGM-System – zwischen ein- und dreimal pro Tag. Die Empfangsgeräte „fordern“ die Kalibration regelmäßig ein. Dann hat man eine gewisse Zeitspanne, um den konventionell gemessenen Wert zu messen und einzugeben.

Die Kalibration ist auch deshalb von Zeit zu Zeit notwendig, weil sich das Signal abschwächt, je länger der Sensor im Unterhautfettgewebe liegt. Grund ist, dass das umliegende Gewebe auf den Sensor reagiert, den es als Fremdkörper ansieht. Mit der regelmäßigen Kalibration wird die Abschwächung des Signals ausgeglichen.

Tipps zur Kalibration:

  • Kalibriert werden darf nur in Zeiten, in denen der Blutzucker stabil ist, denn in diesen Phasen stimmen Blutzucker und Gewebezucker weitgehend überein.
  • Nie nach Mahlzeiten oder nach dem Sport kalibrieren, weil der Blutzucker hier stark steigen bzw. fallen kann.
  • Immer dasselbe Blutzucker-Messgerät verwenden und das Blut nur aus dem Finger entnehmen, nicht aus dem Arm oder anderen alternativen Stellen.
  • Den Wert immer sofort dem Empfangsgerät übermitteln.

Von der exakten Kalibration hängt die Genauigkeit des CGM-Systems ab. Sie sollte unbedingt genau "nach Vorschrift" durchgeführt werden.