Was können CGM-Systeme?

  • Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM-Systeme) messen den Gewebezucker (nicht den Blutzucker) und zeigen den Wert – je nach System – alle fünf bis zehn Minuten auf einem Empfangsgerät an. Dies ergibt in der Summe mindestens 144 Einzelwerte pro Tag.
  • Sie zeigen außerdem als Trend in Form von Pfeilen an, in welche Richtung sich der Gewebezucker in der nächsten Zeit entwickeln wird. Diese Trendanzeige bezieht sich allerdings auf den Gewebezucker. Steigt oder fällt der Blutzucker sehr schnell, dauert es eine gewisse Zeit bis diese Veränderung auch im Gewebezucker bemerkbar wird, so dass die Trendanzeige der Veränderung des Blutzuckers hinterherhinken kann.
  • Im Empfangsgerät werden die Werte gespeichert und können in Form von Diagrammen und Statistiken dargestellt werden. Zur Auswertung stellen die Hersteller der CGM-Systeme Software zur Verfügung.
Diagramm mit Stoffwechsellage und CGM-Werten.

Bildquelle: Medtronic

  • Weil mindestens 144 Einzelwerte am Tag gemessen werden, ergibt sich bei der kontinuierlichen Glukosemessung ein umfassendes Gesamtbild der Stoffwechsellage (siehe auch: CGM-Systeme in Kliniken/Praxen). Damit lassen sich Unterzuckerungen und Schwankungen, besonders auch nachts, aufdecken, die durch eine Therapieänderung reduziert bzw. verhindert werden können.
  • Die Empfangsgeräte verfügen über zahlreiche Alarmfunktionen, die je nach CGM-System unterschiedlich sind. Standard ist zum Beispiel ein Alarm bei Verlassen des Zielbereichs und bei Glukose-Trendänderungen.