Bioreaktor mit Inselzellen

Fortschritte

Die Transplantation von Inselzellen zur Behandlung von Typ-1-Diabetes kommt bislang nur zum Einsatz, wenn der Stoffwechsel infolge der Erkrankung eine kritische Instabilität erreicht hat.

Bioreaktor mit Inselzellen

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Ursache dafür ist zum einen der Mangel an Spenderorganen, zum anderen die derzeitige Notwendigkeit, im Anschluss dauerhaft Medikamente einnehmen zu müssen, die das eigene Immunsystem unterdrücken. Forscher der medizinischen Fakultät der TU Dresden haben jetzt einen Bioreaktor entwickelt, der in Form einer kleinen Kapsel vollgepackt mit insulinproduzierenden Zellen ist. Dieses kleine „Kraftwerk“ ist von der Wirkung her mit einer Pankreas-Transplantation vergleichbar, der Patient muss jedoch im Anschluss keine Medikamente einnehmen. „Vor dem Hintergrund des Mangels an geeigneten Pankreas-Spenderorganen eröffnet diese Option ganz neue Möglichkeiten für eine breitere und sichere Anwendung verschiedener zellbasierter Therapien“, kommentiert Prof. Dr. Stefan R. Bornstein, Studienautor und Prodekan für Internationales und Entwicklung der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. 2017 gelang es den Forschern erstmals, einem Rhesusaffen mit Diabetes ein künstliches Organ aus Schweinezellen einzusetzen, das selbstständig Insulin produziert. In einem nächsten Schritt muss geprüft werden, ob die Schweinezellen auch bei Menschen implantiert werden dürfen.

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