Hormonumstellung zur Lebensmitte – Diabetes in den Wechseljahren

Die schwankenden Hormonspiegel in den Wechseljahren beeinflussen die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen.

Hormonumstellung zur Lebensmitte – Diabetes in den Wechseljahren

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Unter den Wechseljahren (Menopause, Klimakterium) versteht man den Zeitraum vor und nach der letzten Regelblutung im Leben einer Frau. In dieser Phase etwa zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr nimmt die Funktion der Eierstöcke immer mehr ab, und sie bilden immer weniger von den wichtigsten weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron, was schliesslich zum Ausbleiben der Menstruation führt (Menopause). Diese hormonelle Veränderung kann sich zum Beispiel durch Hitzewallungen und Schweißausbrüche bemerkbar machen.

Hormonschwankungen beeinflussen den Blutzucker
Die Hormone Östrogen und Progesteron haben auch Einfluss auf den Blutzucker: Höhere Spiegel des Östrogens verbessern die Insulinwirkung, während Progesteron die Insulinwirkung eher verschlechtert. Da gerade die Anfangsphase der Wechseljahre sehr schwankend verläuft, und sich die Hormonspiegel laufend verändern, fällt auch der Blutzuckerwert mal höher und mal niedriger aus. Deshalb ist es wichtig, den Blutzucker noch sorgfältiger als bisher zu kontrollieren und gegebenenfalls in Absprache mit dem Arzt die Therapie anzupassen. Die veränderten Spiegel der Geschlechtshormone bewirken zudem, dass der Stoffwechsel sich verlangsamt – ein Grund, warum viele Frauen jetzt zunehmen, was wiederum Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben kann.

Symptome richtig zuordnen
Ein verbreitetes Problem ist, dass typische Wechseljahresbeschwerden wie Schweißausbrüche fälschlich auch als Anzeichen einer Unterzuckerung gedeutet werden können. Gerade zu Beginn der Hormonumstellung fällt es oft schwer, Empfindungen wie Hitzewallungen und Herzrasen von den Symptomen einer Hypoglykämie zu unterscheiden. Und schließlich bedeutet für einige Frauen die hormonelle Umstellung und die damit einhergehenden Symptome auch erhöhten psychischen Stress, der sich wiederum auf ihren Blutzucker auswirken kann.

Wechseljahre sind keine Krankheit
Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben einer Frau und laufen bei jeder Frau unterschiedlich ab. Sie bedeuten nicht, dass es zwangsläufig zu Problemen kommen muss. Frauen mit Diabetes leiden nicht häufiger unter der Hormonumstellung als Frauen ohne Diabetes und viele Frauen spüren überhaupt keine Beschwerden.

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