Ein Blick in den Omnipod

5 Zentimeter intelligente Technik

Als schlauchlose Patch-Pumpe ist der Omnipod mittlerweile bei vielen Anwendern beliebt. Doch wie genau funktioniert das System eigentlich?

Ein Blick in den Omnipod

© Insulet

Herzstück des Systems ist der Pod: Auf nur vier mal fünf Zentimetern sind ein Insulinreservoir und eine Softkanüle, die Einführhilfe, die Pumpe und drei Batterien vereint. Alle Komponenten, die eine Insulinpumpe ausmachen, die ähnlich wie eine Bauchspeicheldrüse Insulin abgibt, um den Körper damit zu versorgen.

Leichtgewicht
Ohne Insulin wiegt der kleine Pod nur 25 Gramm, im Reservoir ist Platz für zwei Milliliter – das entspricht 200 Einheiten eines schnell wirksamen Insulins, für das der Pod zugelassen ist. Schlauchlos und mit dem Pflaster flexibel am Bauch, Gesäß, Oberarm oder -schenkel anzubringen, lässt er sich hervorragend beim Sport tragen und ist sogar bis zu einer Tiefe von 7,6 Metern bis zu 60 Minuten lang wasserdicht. Der Pod kann bis zu drei Tage getragen werden und damit bis zu drei Tage ununterbrochen Insulin abgeben.

Das Setzen der Nadel
Die auf dem Pod befindliche Nadel fährt per Tastendruck auf dem PDM mit einer Höchstgeschwindigkeit von einer Zweihundertstelsekunde ein und aus. Das schnelle, automatische Einführen der 9-Millimeter-Kanüle ist nicht nur so gut wie schmerzfrei, es werden dadurch auch Gewebeverletzungen minimiert. Im Gewebe verbleibt eine weiche Softkanüle, über die dann die Insulinabgabe erfolgt. Und weil die Nadel während des Setzens nicht sichtbar ist, ist der Omnipod nicht nur gut für Kinder, sondern für alle geeignet, die eine Nadelphobie haben. Der Einstich selbst erfolgt immer im gleichen Winkel mit einer gleichbleibenden Tiefe von 6,5 Millimetern. Für die korrekte Platzierung von Nadel und Kanüle ist ein im Pod verborgener rosafarbener Schieber verantwortlich. Wenn er sich nach vorne bewegt und einrastet, bleibt die hellblaue Kanüle an ihrem Platz, während sich die Nadel zurückzieht.

Der Personal Diabetes Manager (PDM)
Der PDM dient als Blutzucker-Messgerät und steuert die Insulingabe. Über Funk stellt er eine drahtlose Verbindung zum Pod her – muss also nicht am Körper getragen werden. Zur Steuerung der Bolusgabe oder Basalrate verwendet, verfügt der PDM über sieben Basalratenprofile und zeigt das aktive Insulin im Körper an. Gut zu wissen: Die gespeicherte personalisierte Basalrate wird auch dann verabreicht, wenn der PDM außer Reichweite ist. Das Herunterladen von Daten ist problemlos über den Mini-USB-Anschluss möglich.

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