Langzeit-rtCGM Eversense: Erfahrungen und Blick nach vorn

Das neue rtCGM-System Eversense misst mit einem unter die Haut gesetzten Sensor kontinuierlich die Glukosewerte. Was sagen Anwender und Ärzte zu diesem Langzeit-rtCGM-System?

Langzeit-rtCGM Eversense:
Erfahrungen und Blick nach vorn

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Dr. Dorothee Deiss, Fachärztin für Diabetologie und Kinderdiabetologie vom MVZ Medicover Berlin, hat inzwischen rund einhundertmal einen Eversense Sensor eingesetzt oder gewechselt, und testete das System auch an sich selbst. „Wenn ich über ein Gerät spreche, das ich meinen Patienten einsetze, will ich wissen, worum es geht“, sagt Dr. Deiss. Sie hat alle verfügbaren CGM-Systeme eine Zeitlang probegetragen. 90 Tage lang hat Dr. Dorothee Deiss ihre Glukosedaten mittels Eversense aufgezeichnet. Ihre eigenen Erfahrungen sind – ebenso wie die ihrer Patienten – durchweg positiv.

Wie fühlt es sich an?
Man spüre den Sensor gar nicht, sagt Dr. Deiss und erklärt: „Der Begriff Implantat ist irreführend und wenig vertrauenserweckend. Es ist eher ein Einsetzen unter die Haut und das Ganze dauert nur wenige Minuten. Das Schmerzhafteste ist der Piks für die Lokalanästhesie. Alles andere spürt man nicht.“ Die Resonanz, erzählt die Diabetologin, sei daher auch ziemlich überwältigend. „Die Patienten, die ich in der Pilotstudie betreut habe und die inzwischen mehrere Sensorenwechsel hinter sich haben, wollen nicht mehr auf den Eversense verzichten.“ Die meisten von ihnen, erzählt Dr. Deiss, hätten vorher Probleme mit Pflasterallergien gehabt. Und hier liege ein großer Vorteil des Systems: Die meisten Anwender laden den Transmitter während des Duschens auf und lösen hierzu auch das Pflaster ab. Anschließend kann der aufgeladene Transmitter mit einem frischen und trockenen Pflaster wieder aufgebracht werden. „Ich habe noch bei keinem meiner Patienten eine Pflasterreaktion erlebt.“ Gibt es dafür jetzt Narben? Aus der Sicht der Diabetologin ist das überhaupt kein Thema. „Bei der Mehrheit aller Anwender sind die Schnittstellen fast nicht sichtbar. Auch nicht nach dem vierten Wechsel.“

Kortison im Sensor
Beunruhigend ist für manche, dass der Sensor Kortison enthält. Dies ist notwendig, um übermäßigen Gewebereaktionen vorzubeugen. Dr. Deiss zufolge spielt die Kortisonkonzentration keine große Rolle. Zum einen sei dies in den Zulassungsstudien extrem gut untersucht worden, zum anderen seien die Mengen so gering, dass sie sich nicht einmal im Blut nachweisen lassen.

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