Ursachen für eine späte Typ-1-Diagnose

Vermutlich ist der Erwachsenen-Typ-1-Diabetes durch eine vorangehende, längere asymptomatische Periode gekennzeichnet.

Ursachen für eine späte Typ-1-Diagnose

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Im Vergleich zu Typ-1-Diabetes, der in der Kindheit ausbricht, liegt zumeist eine bessere Erhaltung der restlichen B-Zellen- Funktion vor. Die Krankheit kann vom klassischen Erscheinungsbild abweichen und auch Typ 2 ähneln. „Wenn wir bei einem schlanken Patienten, der sportlich ist und in dessen Familie es keine Fälle von Typ-2-Diabetes gibt, einen erhöhten Blutzuckerwert feststellen, dann lassen wir automatisch die Autoantikörper im Labor mitbestimmen“, erklärt Dr. Best. Durch diese Untersuchung ließen sich Fehldiagnosen weitgehend ausschließen.

Sicher sei es so, dass das Hauptmanifestationsalter eines Typ-1-Diabetes, bei dem die insulinproduzierenden Zellen zerstört werden, um die Pubertät herum liege, sagt Dr. Best. „Aber“, so der Diabetologe, „das bedeutet eben nicht, dass dieser nicht auch zu irgendeinem anderen Zeitpunkt entstehen kann.“ Die Ursache sei eigentlich immer dieselbe: Eine besondere Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen auf der einen und der Kontakt mit bestimmten Auslösern auf der anderen Seite. Diskutiert werden hier derzeit bestimmte Viren aber auch traumatische Erlebnisse.

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