Wenn Stress auf den Blutzucker durchschlägt

Eine hohe Arbeitsbelastung, anstehende Prüfungen, Arztbesuche, Flugreisen, sogar Horrorfilme: Viele Ereignisse, die wir als aufregend oder anstrengend empfinden, treiben unseren Pegel von Stresshormonen in die Höhe.

Wenn Stress auf den Blutzucker durchschlägt

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Der Körper schüttet in solchen Fällen unter anderem vermehrt Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol aus. Da alle Stresshormone Gegenspieler von Insulin sind, macht sich eine solche Anspannung auch in höheren Blutzuckerwerten bemerkbar: Diese Reaktion hatte ursprünglich einmal den Sinn, im Notfall Energiereserven für eine Flucht oder einen Kampf bereitzustellen. Heute sind stressige Situationen aber nur noch selten wirklich körperlich gefährlich. Doch der Körper reagiert darauf immer noch genauso wie früher – auch auf nur gefühlten Stress. Wer ständig stark beansprucht ist, treibt seinen Blutzuckerspiegel dadurch dauernd in die Höhe.

Auch intensives sportliches Training, das einen „Adrenalinschub“ gibt, kann kurzfristig den Blutzucker ansteigen lassen – wohingegen Ausdauersport den Zucker meist deutlich senkt.

Bei Krankheiten wie Schnupfen oder Grippe, schüttet der Körper ebenfalls Stresshormone aus – der Blutzucker steigt. Vor allem Fieber erhöht den Insulinbedarf. Umgekehrt kann der Blutzuckerspiegel bei Erbrechen oder Durchfall aber auch in den Keller rasen, weil man keine Kohlenhydrate mehr bei sich hält. In solchen Situationen sollten Sie den Blutzucker häufiger messen und die Insulin- bzw. Medikamentendosis entsprechend anpassen.

  • Versuchen Sie, Stressfallen im Alltag zu erkennen und sich Auszeiten zu gönnen.
  • Überwachen Sie bei psychischem Stress, bei sportlicher Betätigung und bei Infekten Ihren Blutzucker besonders engmaschig.
  • Suchen Sie bei länger andauernder Beanspruchung ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe. Es gibt eine Reihe effektiver Wege, um Stress zu reduzieren.

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