Mit der richtigen Tragestelle Messfehler vermeiden

Glukosesensor

Viele bevorzugen immer wieder die gleiche Hautstelle, um ihren Sensor zu tragen, andere wechseln gerne.

Mit der richtigen Tragestelle
Messfehler vermeiden

© Medtronic

Aber: Ob die Daten, die das rtCGM- oder das FGM-System aufzeichnet, korrekt sind, hängt wesentlich von der Tragestelle ab. Als genau gelten Werte, die weniger als zehn Prozent von den Labor- Blutzuckerwerten abweichen. Misst der Sensor unzuverlässig, kann der Blutzucker unbemerkt entgleisen. Zu den Tragestellen machen die Hersteller in der Regel genaue Vorgaben: Das FGM (auch iscCGM) ist für den Oberarm zugelassen, idealerweise auf dessen Rückseite, wo sich mehr Fettgewebe befindet. Flexibler ist man bei den rtCGM: Hier kommen auch die seitliche Bauchregion oder der obere Gesäßbereich in Frage.

Auf Abweichungen reagieren
Was, wenn die Werte auch an den zugelassenen Stellen abweichen? CGM-Systeme müssen durch Blutzuckermessungen regelmäßig kalibriert werden. Dies hilft, die Unterschiede auszugleichen. Weichen die Werte dennoch ab, empfehlen Experten, nach Absprache mit dem Diabetologen, andere Stellen auszuprobieren und zur Sicherheit über einen bestimmten Zeitraum häufiger die Blutzuckerwerte mit den Gewebezuckermessungen zu vergleichen. Auch die Beschaffenheit der Haut gilt es zu beachten: Narben, Muttermale, verhärtete Stellen oder starke Behaarung können zu Abweichungen führen oder den richtigen Sitz des Sensors beeinträchtigen. Idealerweise sollte sich die Tragestelle nicht an einer Körperrundung befinden, bei täglichen Aktivitäten stören oder von Kleidungsstücken eingeklemmt werden. Das Pflaster hält länger, wenn man es unmittelbar nach dem Platzieren glatt streicht – oft wird der Klebstoff erst durch Wärme und Reibung aktiviert; auch Hautschutzbarriere- Sprays können die Klebedauer verlängern. Beginnt das Sensorpflaster dennoch, sich abzulösen, kann mit einem Tape nachgeholfen werden.

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