Mit Yoga zurück ins Gleichgewicht

Etwas für sich tun, Stress abbauen, beweglicher werden. Mehr Leichtigkeit erlangen, die Balance halten. Im Alltag, mit sich und dem Diabetes. Klingt gut, aber funktioniert das wirklich? Wer sich auf Yoga einlässt und einen guten Lehrer hat, kann profitieren.

Mit Yoga zurück
ins Gleichgewicht

Agenturfoto. Mit Models gestellt. ©iStock.com/fizkes

„Im Yoga kommst du mit dir selbst in Kontakt“, sagt Danielle Uhlemann und meint damit, dass die aus der jahrtausendealten indischen Wissenschaft und Philosophie abgeleiteten Übungen das Potenzial haben, auf alle Bereiche unseres Körpers positiv einzuwirken. Danielle Uhlemann ist Yoga-Therapeutin, Heilpraktikerin und Geschäftsführerin eines Fitnessstudios mit angegliederter Yoga-Schule in Hamburg-Eppendorf. Ihr Ansatz: Menschen durch ganzheitliches Training zu einem besseren Körper- und Lebensgefühl zu verhelfen. Aus sportwissenschaftlicher Sicht, sagt die Therapeutin, sei das ja längst erwiesen: Regelmäßige körperliche Aktivität habe vielfältige positive Effekte auf unsere Gesundheit. Beim Yoga komme aber noch mehr hinzu: Viele der „Asanas“ (Übungen) stimulieren die inneren Organe und regen den Stoffwechsel an. Durch die bewusste Atmung – im Yoga „Pranayama“ genannt – erhöht sich die Sauerstoffaufnahme, während die Durchblutung aller Gefäße angekurbelt wird. Unumstritten ist die ausgleichende Wirkung auf Geist und Psyche. So werde beim Praktizieren der Asanas und Pranayamas auch die Wahrnehmung geschult.

Sich selbst wahrnehmen
„Yoga“, sagt Danielle Uhlemann, „schult die Wahrnehmung und fördert das Gleichgewicht. Auf der hormonellen, körperlichen und geistigen Ebene. Es geht um das Hineinhorchen in uns, um die Achtsamkeit. Wie fühlt es sich an, wenn ich diese oder jene Übung mache? Was passiert in meinem Körper? Wer seinen eigenen Körper richtig wahrnehmen kann, ist auch in der Lage, das Körpergefühl positiv zu verändern.“ Wer im Gleichgewicht ist, findet meist auch den Umgang mit dem Diabetes leichter. Zwar ersetze Yoga keine medizinische Behandlung, aber es unterstütze sämtliche Dinge, die wir eigenständig ausführen können, und wirke dadurch auch Depressionen entgegen. Hierzu findet man eine Vielzahl von Studien. So zum Beispiel eine Untersuchung, die im Journal of Alternative and Complementary Medicine publiziert wurde: Die Kombination aus Yoga-Stellungen mit anschließenden Atemübungen hatte die Beschwerden von Patienten mit bestimmten Depressionen deutlich vermindert.

Körpergefühl und Technologie
„Die modernen Diabetestechnologien“, sagt Danielle Uhlemann, „helfen enorm beim Diabetes-Managent. Aber sie finden auf der technisch-analytischen Ebene statt. Regelmäßiges Yoga hilft dabei, den eigenen Körper wieder besser spüren zu können. Eine gute Ergänzung zur Technologie.“

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