Morgendliche Überzuckerung

Neben Kortisol unterliegen auch andere Gegenspieler des Insulins tageszeitlichen Schwankungen, etwa Adrenalin und Glukagon.

Morgendliche Überzuckerung

© Dušan Zidar - Fotolia.com

Sie alle erreichen ihre höchste Konzentration oft in den frühen Morgenstunden, etwa zwischen 3 und 6 Uhr – so bereiten sie den Körper auf das Aufwachen vor, indem sie die in der Leber gespeicherten Zuckerreserven freisetzen und damit Energie bereitstellen. Gleichzeitig sprechen die Körperzellen in dieser Zeit schlechter auf Insulin an. Das ist der Grund dafür, dass manche Menschen mit Diabetes regelmäßig am frühen Morgen einen starken Blutzuckeranstieg beobachten. Man spricht dabei auch vom „Dawn-Phänomen“ (von Englisch dawn = Morgenröte). In der Diabetestherapie ist der morgendliche Anstieg des Glukosespiegels oft eine Herausforderung. Vor allem in der Pubertät ist das Phänomen häufig stark ausgeprägt.

Zur Vermeidung der morgendlichen Hyperglykämie gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten. Hierzu gehören die Steigerung der abendlichen Insulindosis oder eine möglichst späte Verabreichung des Insulins. Mit Hilfe eine Insulinpumpe kann die Basalrate so programmiert werden, dass in dieser sensiblen Phase am frühen Morgen mehr Insulin zur Verfügung steht.

Zurück

Pumpen-Café Filme