Mutiger Aufbruch: Als Podder nach Disney World

Seit drei Monaten arbeitet Nadja Thümling bei Disney World in Florida. Mit im Gepäck: ihr Omnipod. „In einem Job, in dem kein Tag dem anderen gleicht, brauchte ich ein System, auf das ich mich verlassen kann.“

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Bild: privat

Als sich die BWL-Studentin im Walt Disney World Resort in Orlando bewarb, rechnete sie sich kaum Chancen aus. Für einen der Vergnügungsparks wurden Leute aus verschiedenen Nationen gesucht, die ein Jahr lang die Bräuche ihres Landes vorstellen. „Als die Zusage kam, brach alles über mir zusammen“, erinnert sich die 25-Jährige. „Wollte ich wirklich weg? Und wie sollte das mit dem Diabetes laufen?“ Schnell stand fest: „Ohne den Omnipod wird es nicht gehen, ich wollte mich sicher fühlen.“ Doch die Verhandlungen mit der Krankenkasse waren zäh. „Es brauchte viele Telefonate, bis ich den gesamten Jahresbedarf mitnehmen durfte“, erzählt sie. Mit ihrem Professor einigte sie sich schneller: Die angehende Personal- und Marketing-Fachfrau hatte die Idee, den Disney-Job mit der Forschungsfrage zu verbinden, warum gut ausgebildete Leute für wenig Gehalt bei Disney arbeiten wollten, und darüber auch gleich ihre Abschlussarbeit zu schreiben.

Schichtdienst im Germany-Pavillon
Die Arbeit am Food-and-Beverage-Stand in „Germany“ verlangt von der gebürtigen Oberfränkin vor allem eines: Flexibilität. Mal Früh-, mal Spätschicht, alle zwei Stunden ändert sich die Position; auf körperlich anstrengende Schichten mit viel Laufen und Heben folgt langes Stehen am Stand. „Weil ich nie weiß, wann ich für welche Position eingeteilt werde, wäre das mit Langzeitinsulin schwierig, da ist die Basalratenreduzierung des Omnipod ein Segen.“ Auch beim unregelmäßigen und „gewöhnungsbedürftigen fettig-süßen Essen“ profitiert sie von der Möglichkeit des verzögerten Bolus. Besonders schätzt Nadja Thümling die diskrete Insulinabgabe über die schlauchlose Pumpe: „Wenn kein Gast da ist, kann ich in 30 Sekunden das Insulin spritzen, ohne die Position zu verlassen. Sonst müsste ich für jede Bolusabgabe auf eine Pause warten, um die Pumpe aus der Arbeitsuniform zu holen.“ Auch an freien Tagen bietet der Omnipod maximale Freiheit. Ob auf der Wasserrutsche oder in der Achterbahn: Der Pod ist wasserdicht* und kann flexibel und ganz ohne störenden Schlauch befestigt werden.

Überraschende Begegnung
Eine ganz besondere Begegnung aber hatte sie während ihrer Arbeit am Ausschank: „Da stand plötzlich eine junge Frau mit Pod am Arm und ich rief hysterisch, Mein Gott, ein Podder!’“ Als Nadja dann ihren eigenen, am Oberschenkel befestigten Pod unter dem Rock offenbarte, hätten beide gekichert „wie die Vierjährigen. Allein für diesen Moment hat es sich gelohnt, den Job bei Disney zu machen“, sagt sie und lacht.

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